Lifestyle

Sardinien – ein Erlebnis von Anfang bis Ende!

Die Vorfreude war schon groß, als wir unseren Urlaub gebucht hatten. Nach einem anstrengenden Jahr hatten wir, mein Freund und ich, uns diesen wirklich verdient. Eine Woche Sardinien, täglich einen neuen Strand, ein neues Erlebnis und nichts und niemand, der uns vorschreibt was wir tun oder lassen sollen!

Um die absolute Ruhe und den Touristenrummel, welchen wir sowieso schon im Alltag durchleben, zu entfliehen, flogen wir erst im September – das Wetter war noch heiß, das Meer bereits vorgewärmt und die Strände und Ortschaften sehr viel ruhiger als zu Hauptstoßzeiten.

Am 9. September war es endlich so weit. Um 4 Uhr Früh hießt es raus aus den Federn. Pünktlich kamen wir in Cagliari an. Für uns hieß es also Auto abholen. Dieses hatten wir mit Vollkasko gemietet, einen Kleinwagen höchstens um von Strand zu Strand zu kommen und unabhängig zu sein. Nach dem 10 minütigen Marsch wartete auf uns eine Warteschlange, die bis ins Unendliche zu gehen schien. Eine ganze Stunde warteten wir, ehe wir zu einer höchst genervten Dame am Schalter kamen. Ich wartete mit dem Gepäck an der Seite, während mein Freund über Minuten mit ihr diskutierte. Ich war ganz schön neugierig und beschloss, dass ich den Beiden Gesellschaft leisten wollte. Es stellte sich heraus, dass sie von uns eine Kaution verlangte – so weit so gut, die wollte zwar bisher noch kein Mietservice von uns, aber hier bei uns in Italien herrschen manchmal andere Regeln. Doch zu der Kaution kam plötzlich mehr dazu. Wir sollten zusätzlich 250€ Strafe zahlen, weil wir nur eine Prepaid-Karte besaßen und keine „richtige“ Kreditkarte. Dazu kamen erneut 80€, weil die Karte auf mich und das Auto auf meinen Freund geschrieben war. Im Endeffekt wären wir bei über 600€ inkl. Kaution nur für das Auto gewesen – na so geht Abzocke aber richtig! Also Augen auf in Sardinien und sich nicht abzocken lassen. Das Angebot lehnten wir ab.

20 Minuten, eine Taxifahrt und 50€ später waren wir, mit angestauter Wut, im Hotel angekommen. Immerhin dort empfang man uns freundlich. Nur so lange, bis es hieß, dass wir doch bitte am selben Tag noch bezahlen sollten. Na gut, also erstmal mit Ruhe ins Zimmer, kurz ausgeruht, bezahlt und auf zum nächsten Strand. Immerhin etwas Ruhe auch, wenn dieser nicht der Rede wert war. Am ersten Tag fühlte ich mich wie verflucht auf dieser Reise und wollte am liebsten nur noch nach Hause.

Wie heißt es so schön? Neuer Tag, neues Glück. Im Hotel hatte man uns von einer Auto- und Mopedvermittlung erzählt, mit welcher sie zusammenarbeiten würden. Am nächsten Tag sind wir also hin – mit dem Bus. Das erste an das wir dachten war, dass wir schnellstmöglich einen fahrbaren Untersatz bekommen.

Nach dem 30 minütigen Gespräch, welches sehr angenehm und freundlich verlief, hatten wir endlich etwas gefunden! Ein Moped für 2 Personen – warum nicht? So konnten wir Sardinien wirklich im Italy Stil erleben und man sehnt sich im Endeffekt doch immer nach Abenteuern oder nicht?

Am ersten richtigen Aufenthaltstag waren wir mit schlechtem Wetter gesegnet und verirrten uns in Cagliari bei Jinny Beach. Ich glaube, dass es eine richtig schöne Kulisse gewesen wäre, wäre das Wetter nicht so schlecht gewesen. Die Preise waren in Ordnung, man bekam warmes Essen sowie Panini. Man kann natürlich damit rechnen, dass die Preise am Strand etwas teurer sind aber es war absolut im Rahmen. Nach wenigen Stunden begaben wir uns wieder zum Hotel und aßen dort wohl die beste Pizza, welche je meinen Gaumen berühren durfte. Sofern ihr jemals in der Nähe von Cagliari sein solltet, MÜSST ihr umbedingt im „Su Meriagu“ essen. Diese Pizza, ich schwärme noch heute davon.

An Tag 3 waren wir am hoch gelobten und, laut anderen Aussagen, dem schönsten Strand Sardiniens in Porto Giunco, Villasimius. Für 60€ bekamen wir einen kompletten Gazebo mit diversen Sitzmöglichkeiten, 2 Wasser inklusive, für einen ganzen Tag. Alles Weitere musste in der Bar daneben bezahlt werden, genauso wie die öffentliche Toilette. Ich würde ihn wohl nicht als den schönsten Strand betiteln und mich gerade darauf festlegen, denn Sardinien lebt von seiner Vielfalt an Stränden und jeder hat einen anderen Geschmack. Aber er war definitiv sehenswert und für mich war es wohl der erste, richtig entspannte Tag. Jetzt konnte der Urlaub endlich losgehen. Um zu diesem Strand zu gelangen, mussten wir durch diverse, kleine Dörfer fahren. Es war so zauberhaft! Ich habe Sardinien zu lieben gelernt, weil ich es dank des Mopeds so nahe kennenlernen durfte. Außerdem machte es auch großen Spaß damit herum zu fahren.

Tag 4 war eingebrochen, ich kämpfte mit einer Erkältung, welche mich am Abend vorher mit Atemnot ins Bett gehen ließ. Doch dank den schützenden Armen meines Freundes konnte ich beruhigt einschlafen. Dafür quälte mich die Abgeschlagenheit an jenem Morgen. Für uns ging es zum Hoteleigenen Strand, welcher etwas entfernt lag. Mari Pintau. Es mag nicht der schönste Strand in Sardinien sein aber mit Abstand der freundlichste, sympathischste und ich habe selten so tolle, motivierte Angestellte wie dort kennengelernt! Wir wurden an unserem letzten Tag, als wir noch einmal dort waren, sogar liebevoll verabschiedet. Tolles Team, toller Strand, trotz Steine anstatt Sand und jedesmal würde ich ihn wieder besuchen. Das Meer war sauber, wunderschön und man bekam von den Fischen dort sogar eine ungefragte Hautpflege.

Für uns war Tag 6 eingebrochen, an Tag 5 hatten wir lediglich etwas in Cagliari gebummelt, weil das Wetter es nicht anders her ließ. Wir entschieden uns den Strand spontan auszusuchen und so kam es, dass wir an 3 verschiedenen Stränden hielten und uns schließlich für den vierten entschieden. Wie sich später heraus stellen sollte, war es ein großer Fehler. Wir hatten im Maklas zwischen Cala Sinzias und Costa Rei halt gemacht. Die Preise waren unverschämt hoch, die Leute um uns herum absolut hochnäsig. Nach wenigen Stunden war ich, trotz der tollen Aussicht und dem an sich wunderschönen Strand, so genervt, dass ich nur noch weg wollte. Meinem Freund erging es nicht anders. Auf dem Nachhauseweg hielten wir bei einem Discounter an, weil wir es nicht einsahen für einen Teller Pasta über 20€ zu bezahlen. Wir machten ein Parkplatz Picknick und ich war der glücklichste Mensch, weil es so ungezwungen war.

An Tag 7 ging es für uns erneut nach Mari Pintau. Wir verließen den Strand bereits kurz nach dem Mittagessen, weil wir noch Koffer packen und uns ausruhen wollten. Der Flug ging am nächsten Morgen bereits um 7 Uhr. Nachdem alles erledigt war, hatten wir uns dazu entschieden noch ein letztes Mal im Hotel zu essen, welches übrigens einen sehr freundlichen Kellner hat, und am nächsten Morgen ging es für uns wieder nach Hause.

Sardinien war ein absolutes Erlebnis. Es war geprägt von tiefer Verzweiflung bis hin zu unendlicher Freiheit. Eine Achterbahnfahrt wie sie im Buche steht. Trotz alledem würde ich jederzeit wieder hin fahren und es auch jedem anderen empfehlen. Im Nachhinein scheinen viele Dinge weniger schlimm zu sein und manche hat man mehr genossen, als man es in dem Moment wohl vermutete. Sardinien, auf ein Wiedersehen!

Hier schreibe ich, Franzi. Die Liebe zum Schreiben entdeckte ich schon früh und es wurde Zeit es mit meiner anderen Leidenschaft zu verknüpfen. Mode. Die Suche nach den neusten Trends steht an der Tagesordnung.

5 Kommentare

  • Caroll Ann

    Hey,
    Habe mir gerade den Post durchgelesen und muss ehrlich gestehen, dass da schon eine große Eifersucht aufkam. Das hört sich nach einem super schönen Urlaub an und sieht durch deine wunderschönen Bilder auch super aus. Ich muss auf jeden Fall mal wieder verreisen, das hat mir dein Post zu 100% klar gemacht.

    • Franzi

      Dann auf nach Sardinien! Aber das mit dem Verreisen müssen kenne ich nur zu gut – obwohl ich erst freie Tage hatte, benötige ich jedoch dringend Urlaub. Manchmal macht es sehr viel aus ob wir nur zu Hause sind, oder ob man wirklich weg fährt. Danke für deine Antwort!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.